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Master of Darkness



Daten  
Name:Master of DarknessKonsole:Master System
Hersteller:SEGASprache:Englisch
Multiplayer:---Speicherfunktion:---
Release:1992Genre:Action



London zu der Zeit Queen Victorias - vor über hundert Jahren. Elegant gekleidete Herren nehmen auf der Straße Damen gegenüber den Hut zum Gruß ab. Mitglieder der vornehmen englischen Gesellschaft reisen in Pferdekutschen übers Wochenende zu ihren Landhäusern. Doch unter der friedlichen Oberfläche des Londoner Alltags herscht Terror. Diese grauenvollen Morde um Mitternacht... bei Vollmond.

Dr. Ferdinand Social, ein junger Psychologe, der sich mit dem okkulten auskennt, hat merkwürdige Warnungen von Schutzgeistern seiner Ouija-Tafel empfangen. Die Geister warnen vor neuem Horror, falls die Quelle des Bösen nicht gestoppt wird. Aber wo ist diese Quelle?

Dr. Social begibt sich zum Haus von Miss Julia Arkham, die schwarze Magie und überirdische Mächte studiert. Doch Miss Arkham wurde entführt! Wieder zuhause angekommen, findet Dr. Social seinen Freund Jonathan Harker mit einer Nachricht von Miss Arkham auf ihn wartend: "Der Vampir ist wieder unter uns. Er verfügt über magische Kräfte. Er muß gestoppt werden!"

Dr. Social weiß, dass er schnell handeln muß, wenn er Miss Arkham retten und den Morden ein Ende bereiten will. Aber wo soll die Suche beginnen? Dr. Social bittet die Geister seiner Ouija-Tafel abermals um Rat und erfährt, wohin er sich begeben muss...


Alles beginnt in einem Boot auf der Themse. Dr. Social legt am Ufer an und macht sich daran die Gegend zu erkunden. Er springt von Plattform zu Plattform, ständig darauf bedacht, das kühle Nass zu meiden, denn das würde den sicheren Tod bedeuten. Doch auch an Land ist es nicht gerade ungefährlich: Angriffslustige Fledermäuse, Werwölfe und allerhand zwilichtiger Abschaum warten nur darauf seinem Leben ein Ende zu setzen. Dabei geht es allerdings recht gemächlich zu. Dr. Social ist scheinbar auch nicht mehr der Jüngste und spaziert gemütlich durch die Levels. Manchen mag diese Trägheit eventuell stören, doch ich fand sie gar nicht so schlimm. Auch so ist das Spiel sehr gut ausbalanciert. Es gibt fast gar keine unfaire Stellen und die Steuerung reagiert sehr genau. Alles in allem kommt man also sehr gut voran, wenn auch nicht sehr schnell :)


Natürlich kommt ein ordentlicher Vampirjäger nicht ohne passende Waffen aus. Man beginnt mit einem einfachen Dolch, der nicht nur eine sehr kurze Reichweite hat, sondern auch nicht sonderlich viel Schaden anrichtet. Also sollte man sich schleunigst um neues Metzelwerkzeug kümmern, welche sich hinter den vielen weißen Masken verbergen können. Neben Säbeln, Pfählen und Äxten findet man dort auch allerlei Spezialwaffen, die zwar begrenzt sind, dafür aber ordentlich Schaden anrichten und die Zombies entgültig ins Jenseits verbannen. Unteranderem findet man Bomben oder Projektile - silberne natürlich! Aber auch Extraleben (in Form einer Dr. Social-Voodoo-Puppe), Zaubertränke (frischen die Lebensenergie wieder auf) und Smaragde (vernichten alle Feinde auf dem Bildschirm) kann man unter den Masken finden. Verschiedenfarbige Kugeln gehören auch dazu, aber die erhöhen nur den Punktestand für alle Highscore-Jäger unter uns.


Nachdem man die Themse hinter sich gelassen hat, trifft man auch schon auf den ersten Endgegner. Das ist natürlich kein geringerer als "Jack the Ripper", der aber, vorausgesetzt man ist gut gerüstet, kein Problem darstellen sollte. Generell sind die meisten Endgegner auf Anhieb zu schaffen, wenn man einmal dahinter gekommen ist, wie man am besten Schaden zufügt und die Ausrüstung stimmt. Nach Jack geht es weiter in ein Wachsfigurenkabinett (Madame Tussaud?), in dem die Figuren ein unheimliches Eigenleben entwickelt haben, über einen Friedhof und ein düsteres Labor. Letzendlich steht man dem Fürsten der Dunkelheit gegenüber, den es nun zu besiegen gilt. Nach diesem letzten Kampf, hat man das Spiel geschafft, doch bis dahin vergeht ordentlich Zeit.


Ja genau! Das Spiel ist fast wie Castlevania und wird daher oft von Nintendo-Jünger als billige Kopie bezeichnet. Doch man sollte nicht so voreilig sein. Mir macht dieses Spiel fast noch mehr Spaß als Castlevania auf dem NES. Die Grafik reizt sehr gut die Möglichkeiten des Master Systems aus und die Steuerung scheint mir einen Tick genauer zu reagieren. Die akkustische Untermalung ist nicht überwältigend, aber auch nicht nervtötend. Ich persönlich finde, das Master of Darkness wesentlich düsterer wirkt als Castlevania. Auf jeden Fall ein Pflichttitel auf dem Master System, wenn man auf Spiele wie eben Castlevania steht. Der Schwierigkeitsgrad bleibt auch immer fair und moderat. Für echte Profis ist es vieleicht ein bischen zu einfach, aber dennoch macht es immer wieder viel Spaß.


Bild



 

Master of Darkness - Screenshot - Titelbildschirm
Titelbildschirm
Master of Darkness - Screenshot - An der Themse
An der Themse
Master of Darkness - Screenshot - Nachts auf dem Friedhof
Nachts auf dem Friedhof
Master of Darkness - Screenshot - In Draculas Labor
In Draculas Labor


 

  GrafikBewertung9/10
  SoundBewertung6/10
  SteuerungBewertung8/10
  UmfangBewertung7/10
  SpielspassBewertung9/10


 

Auch wenn sich die Inspiration SEGA´s eindeutig auf Castlevania zurückführen läßt, ist es ein sehr gelungenes Spiel geworden, was durchaus versteht an den Bildschirm zu fesseln. Noch nie sah eine Vampirjagd auf einem 8-Bitter so schön aus. Kaufen!



Geschrieben von SdH

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