Bomberman
| Daten | |||
| Name: | Bomberman | Konsole: | NES |
| Hersteller: | Hudson | Sprache: | Englisch |
| Multiplayer: | --- | Speicherfunktion: | Passwörter |
| Release: | 1985 | Genre: | Arcade |
Fast ein Jeder kennt und liebt ihn: Bomberman! Er überzeugte vor allem durch seine geniale Mehrspieleroption. Bis zu vier Leute konnten gleichzeitig oder im Tac-Match gegeneinander antreten. Das machte enorm viel Spaß und nebenher gab es immer noch das Single-Game, welches aber, um ehrlich zu sein, nur wenige interessierte. Und darum geht es hier, denn ich will noch weiter zurück. Zum Ursprung dieser genialen, spaßigen und abwechslungsreichen Spielserie.
Nach den Erfolgen von Pac Man und vielen ähnlichen Games erschien ein Spiel der Firma Hudson. In diesem ging es darum sich durch etliche Levels zu Bomben und alle Gegner auszuschalten. Es ging im eigentlichen Sinne darum aus den Tiefen Minen zu flüchten, denn Bomberman hatte es satt von seinem Boss schikaniert zu werden und sich als Sklave ausnutzen zu lassen. So nahm er sich vor, mit seinen Fähigkeiten ein Licht ins Dunkel zu bringen und diesen Ort zu verlassen. Da Bomberman, wie der Name schon sagt, ein großartiger Sprengmeister ist, gibt es auch kein Problem sich einen Weg durch die Höhlen zu sprengen.
Man beginnt das Spiel im linken, oberen Eck. Vor einem sind Mauerstücke die man wegsprengen muss, solange bis man wieder eine freie Fläche erreicht. Von dort geht es auch gleich wieder weiter. Eigentlich geht es in dem Spiel nur darum zu sprengen. Das Ziel in den Levels ist es, in einer bestimmten Zeit alle Gegner zu zerstören und das Ziel zu finden. Hört sich recht einfach an, ist es aber natürlich nicht. Das Spiel kann einen zwar des öfteren zur Verzweiflung treiben, dennoch macht es unheimlichen Spaß.
Jeder Level ist von der Mauerstruktur anders aufgebaut. Sogar wenn man das Spiel in Level 1 beginnt, man das Gerät neu startet und den ersten Level erneut lädt, so ist das zu sprengende Mauerwerk jedes Mal anders aufgebaut und der Ausgang wo anders versteckt. Das Spiel sorgt also durch den Zufallsgenerator für unglaublich langen Spielspaß, denn kein Level ist hundertprozentig identisch, nicht einmal wenn man wieder von vorn beginnst. Das einzige, was immer gleich bleibt ist die Art und Anzahl der Gegner. Leider bleibt die Levelgröße und Form immer die Selbe. Es ist ein großes quadratisches Feld, mit grauen Mauern und grünem Boden. Dies bleibt alle fünfzig Level so und es gibt keine Veränderungen, wodurch die Langzeitmotivation wieder etwas gehemmt wird. In den Levels gibt es, neben dem zu sprengenden Mauerwerk, auch feste Blöcke die man weder mit einer Bombe noch auf eine andere Art beseitigen kann. Das ist auch gut so, denn diese kann man als Schutz vor den Explosionen seiner Bomben nutzen.
Die Schwierigkeit in dem Spiel ist nicht ,dass man keine Chance gegen die Monsterscharren hätte, sondern viel eher das man sich selbst in die Luft jagt. Man legt Bomben, geht ums nächste Eck oder hinter eine der unsprengbaren Säulen und wartet bis die Bombe detoniert. Ist es soweit geht es immer genauso weiter. Ganz einfach solange man nur eine Bombe mit sich herum trägt. Aber im Laufe des Spiels kann man bis zu zehn Bomben sammeln und diese alle hintereinander ablegen. Wenn nun diese Bomben alle nebeneinander liegen und die erste in die Luft fliegt, ergibt sich eine Kettenreaktion und alle anderen sprengt es mit. Da kommt es nicht selten vor, dass man das im Sprengeifer vergisst und es zu spät ist irgendwo hin auszuweichen. Ich muss dazu sagen, das man zwar irgendwann einmal mehrere Bomben hat, diese aber auch vereinzelt ablegen kann, falls man sich nicht traut mehrere auf einmal zu platzieren. Das bringt allerdings in den späteren Level kaum noch etwas, denn es werden zu viele Gegner und die Zeit ist dafür zu knapp. Etliche nervige Situationen gibt es auch, wenn man mit vollem Einsatz durch den Level hetzt, hinter sich die Bombe ablegt und dann aus Versehen in eine Sackgasse rennt und sich dadurch selbst einsperrt. Da kann man dann nur noch abwarten selbst kaputt zu gehen wenn die fehlgelegte Bombe zündet.
Wenn man in einem Level alle Gegner zerstört hat ertönt ein Signalton, welcher anzeigt, dass der Ausgang nun betretbar ist. Den Ausgang, welcher irgendwo unter dem Mauerwerk verborgen liegt, kann man zu jeder Zeit frei sprengen. Wenn er frei liegt, sollte man sehr stark aufpassen dass man keine Bombe davor legt, denn sobald man den Ausgang sprengt erscheinen dort etliche neue Feinde, die man nun auch erst zerstören muss, um den Level zu beenden. Das gibt jedoch schön viele Punkte. In jedem Level gibt es außerdem noch verschiedene Items zu finden. In jedem Level eins.
Da gäbe es ein Item mit dem man eine Bombe mehr legen kann, eines um über Mauern zu laufen und ein weiteres um durch Bomben zu gehen, die beiden sind sehr vorteilhaft falls man sich mal selbst einschließen sollte. Zudem wäre da noch das eigentlich beste Item im Spiel: Die Selbstzündung. Man kann damit alle seine Bomben ablegen ohne Angst haben zu müssen sich selbst aus Versehen zu sprengen. Mit diesem Item kann man jederzeit selbst bestimmen wann man auf das Knöpfchen drückt. Aber auch mit diesem tollten Gegenstand passiert es noch öfter als man denkt, dass man sich in der Hektik und umringt von Feinden selbst in die Luft jagt. Ein weiteres geniales Item ist die Unverwundbarkeit. Wenn man dieses Item aufsammelt blinkt die Figur und man braucht eine gewissen Zeit keine Angst mehr vor der Sprengung haben. Gegen Monster ist man allerdings damit nicht Immun, aber sobald man als blinkende Figur in einem Feuerstrahl der detonierten Bombe steht und immer wieder die A-Taste drückt, löst man von sich selbst ein Feuerinferno aus und damit marschiert man dann einfach durch die Gegend und man erledigt nach und nach Gegner und Mauern. Der Nachteil ist allerdings, dass man nicht weiß wann diese Unverwundbarkeit wieder aufhört und es dann schon möglich ist dass das Item genau in dem Moment seine Wirkung verliert, wenn man mitten in einer Explosion steht. Somit wäre man dann hinüber. Wenn man einmal kaputt geht verliert man das beste Item das man gerade besitzt.
Wie schon erwähnt, muss man alle Monster besiegen um den Level zu beenden. Da gäbe es luftballonähnliche Wesen, die sich nur sehr langsam fortbewegen, nur die freigelegten Wege entlang gleiten können und keinerlei Interesse an Bomberman haben. Die blauen Blobs hingegen können sich durch Mauerstücke bewegen und verfolgen Bomberman ohne Gnade, sie sind aber auch noch relativ langsam unterwegs. Die rosa Gespenster sind im Gegensatz zu den Blobs recht schnell, bewegen sich ebenfalls durch Mauerstücke aber verfolgen den Spieler nicht. Die Scheiben sind rasend schnell unterwegs, können aber auch nur die freigelegten Passagen nutzen. Die quadratischen Monster scheinen sehr intelligent zu sein, denn diese haben nicht nur verschiedene Geschwindigkeiten, sondern sie merken auch, wenn Bomberman eine Bombe in ihrer Nähe platziert. Entweder sie weichen sofort auf eine sichere Stelle aus oder verhalten sich ganz ruhig. Wenn man von einem Gegner einmal erwischt wird muss man den Level neu starten. So etwas wie eine Energieleiste gibt es nicht. Das Selbe gilt auch bei Selbstsprengung.
Nach fünf gemeisterten Level gibt es eine Bonusstage in der es keine Mauerstücke als Hindernisse gibt und man wie beim Unverwundbarkeitsitem als "Feuerball" durch den Level marschiert. Hier tauchen immer wieder Gegner auf von denen man dann etliche Punkte und ab einem gewissen Punktestand Leben erhält. Diesmal ist man auch gegen Feinde immun, jedoch hat man für den Level nur zwanzig Sekunden Zeit.
...hat das Spiel auch. Es gibt immer wieder Feinde die sich bewegen sollten aber anscheinend mitten im Gang oder an einem Mauerstück fest hängen. Aber das beeinträchtig kaum den Spielfluss und ist auch nur ein sehr geringfügiges Problem und außerdem zum Vorteil für den Spieler. Ein weiterer Bug ist die Schnellsprengung mit dem Unverwundbarkeitsitem und dem schnellen A gedrücke. Das Spiel fängt bei diesem Punkt an extrem langsam zu laufen.
Die Steuerung von Bomberman ist eher schlecht, denn es kommt sehr häufig vor, dass man um ein Eck abbiegen will aber das Pad nicht sofort reagiert oder man so wie die Monster manchmal an einem Mauereck hängen bleibt und nur schwer wieder von dort weg kommt.
Die Sache mit der Passwortfunktion ist auch recht nervig. Man muss erst Game Over werden um das Passwort für den Level zu erhalten. Mir selbst passierte es einige Male, dass ich einige Level hintereinander meisterte und dann die Lust am Spiel verlor und das Gerät einfach ausgeschaltet habe, da ich total vergaß mich erst kaputt gehen zu lassen. Zudem sind die Passwörter ein Graus: Eine ewig lange Zeile in der man Zahlen und Buchstaben eintragen muss.
Zwischensequenzen in Spielgrafik oder kleine Bilder zwischen den Level gibt es leider auch keine, was sehr Schade ist, man hätte wenigstens lustige Filmchen wie bei Pac Man machen können. Und wie schon erwähnt bietet das Leveldesign keine Abwechslung, vorteilhaft ist jedoch der zufallsgenerierte Levelaufbau.
Eine Multiplayer-Funktion sucht man hier leider vergeblich. Man hätte leicht einen Mehrspielermodus einbauen können, aber es wurde zu dieser Zeit anscheinend noch nicht daran gedacht. Schade eigentlich.
Der Sound bei einer Sprengung ist ganz gut gelungen und es macht Freude dieses Geräusch immer und immer wieder zu hören. ansonsten gibt es auch keine anderen Geräusche außer den Signalton der ertönt wenn alle Feinde besiegt sind. Die Musik ist zwar nur sehr kurz und beginnt immer wieder von vorne aber hört sich gut an und sobald man ein Item aufsammelt ertönt zur Hauptmelodie ein weiter Einsatz. Leider ist es auch hier wie im Leveldesign, immer das Gleiche.
Auch wenn es oft sehr nervige Situationen gibt und das Leveldesign nicht gerade überzeugt, so macht das Spiel irgendwie süchtig aber nach den fünfzig Levels ist man doch irgendwie froh es geschafft zu haben und man verräumt das Game am liebsten weit hinten im Schrank.

Dieses Spiel hat irgendwas fesselendes wenn es darum geht Punkte zu machen und alle Level zu meistern, aber nach einmaligem durchspielen überlegt man es sich das Game noch einmal anzurühren und sich das ganze erneut anzutun. Ansonsten machte es sehr viel Spaß und wenn man einmal mit ner Zehnbombensprengung loslegt kann man irgendwie nicht mehr davon weg.
Geschrieben von Naglfar
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