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Probotector 2



Daten  
Name:Probotector 2Konsole:Game Boy
Hersteller:Factor 5Sprache:Englisch
Multiplayer:---Speicherfunktion:Passwörter
Release:1994Genre:Bitte auswählen



Neo City, ein friedlicher Platz bis zum Jahre 2636. Doch dann kam der Schrecken:

Horden von marodierenden Alien-Banden unter der Führung des Red Falcon überfielen rücksichtslos die Bevölkerung und vernichteten alles was sich ihnen in den Weg stellte. Sie führten einen nuklearen Vernichtungsschlag gegen die Stadt und keiner wagte es mehr sich den Invasoren in den Weg zu stellen. Es ist gar unsicher ob es überhaupt Überlebende gibt.

Ja, ein Lichtschein für die Menschheit. EIN mutiger Krieger setzen alles daran die Angreifer zurückzuschlagen. Doch auch er muss hier auf alles gefasst sein...


Klingt irgendwie bekannt oder? Genau, bei Probotector 2 handelt es sich nämlich nicht um die Fortsetzungen des Game Boy Vorgängers, sondern um eine Portierungen des SNES Spiels "Super Probotector - Alien Rebels" auf den Game Boy. Das Spiel erschient 1994, 2 Jahre nach Erscheinen der SNES Version, und wurde diesmal nicht direkt von Konami sondern von Factor 5 entwickelt.

Wie beim Vorgänger zieht nur ein Probotector in den Kampf. Die Steuerung ist gleich geblieben, wurde aber um die "Bombe" erweitert. Durch einen Druck auf die Select Taste zündet ihr eine eurer "Bomben", welche den ganzen Bildschirm füllt und alles in Reichweite zu Staub und Asche macht (ausgenommen Endgegner). Auch das Waffenarsenal wurde vergrößert: Diesmal könnt ihr zusätzlich zu den bekannten Waffen noch ungelenkte Raketen und Schutzschilder einsammeln. Ansonsten ist alles beim alten geblieben: Laufen, schießen, springen und das alles in schneller Abfolge. So wie man es von Probotector kennt.

Natürlich ist es nicht möglich den Inhalt eines 16Bit SNES Moduls auf ein kleines 8Bit Game Boy Modul zu übertragen. Deswegen wurden einige Änderungen am Spiel vorgenommen. Als erstes fällt auf, dass der Spieler nicht mehr die Möglichkeit hat zwei Waffen gleichzeitig zu tragen. Was verständlich ist, wenn man überlegt, dass der Game Boy über 4 Tasten weniger verfügt als ein SNES Pad und somit keine freie Taste zum Waffenwechseln hat. Zudem haben Game Boy Spieler nicht das Vergnügen, Red Falcon mit einem Chopper hinterher zujagen. Denn leider wurde das komplette 4te Level von Super Probotector für das Game Boy Modul gestrichen. Außerdem wurden fast alle Zwischengegner aus den Levels 1 und 3 entfernt. Was man jedoch verkraften kann, den dafür bietet Probotector 2 nun 5 Levels voller angriffslustiger Aliens, riesiger Endgegner und jede Menge Action.


Zudem gibt es diesmal 4 verschiedene Schwierigkeitsgrade: Easy, Normal, Hard, Maniac.

Im Easy Mode habt ihr 5 Leben und 3 Continues, mit welchen ihr 3 von 5 Leveln bestehen müsst. Im Normal Mode müsst ihr euch mit 3 Leben und 3 Continues in allen 5 Leveln behaupten. In diesem Modus tauchen auch mehr Gegner auf als im Easy Modus.
Im Hard Modus habt ihr nur noch 3 Leben und 1 Continues für alle 5 Levels zur Verfügung. Zudem halten die Gegner und die Endgegner hier einiges mehr aus!

Der Maniac Mode macht seinem Namen wirklich alle Ehre! Ihr habt nur ein Leben und kein Continue und müsst damit durch alle 5 Levels. Außerdem halten nun die Endgegner noch mehr aus. Dieser Modus ist wirklich nur was für echte Probotectoren!

Damit der Hard- und Maniac Modus überhaupt zu bewältigen sind, wurde ein, für das Game Boy Modul exklusives, Passwort System eingebaut. Falls die Continues mal nicht reichen.


Kann dieses 8Bit Modul seinem großen Bruder, dem 16Bit Super Probotector nun das Wasser reichen? Ja und Nein. Auf grafischer Seite ist Probotector 2 wirklich gut gelungen. An manchen Stellen gibt nahezu keine Unterschiede zum SNES Vorbild. Jedoch gibt es auch die ein oder andere Stelle im Spiel, wo man die technischen Beschränkungen des Game Boys zu spüren bekommt. Als nettes Extrafeature bekam das Modul die Super Game Boy Unterstützung. Damit kann man das Spiel im Super Game Boy, Game Boy Color und Game Boy Advance in speziellen Farbtönen spielen.

Bild Bild
Links: Game Boy Version - Rechts: Super Nintendo Version


Schlimmer sieht da in der Sound Abteilung aus. Es ist zwar lobenswert, dass der Entwickler versucht hat die großartige Musik aus dem SNES Spiel zu übernehmen, nur leider ist ihm das nicht ganz gelungen. Während einige Stücke dem Original sehr nahe kommen, hört sich der Rest an wie ein zerstückeltes 8Bit Midi-File. Noch schlimmer klingen einige der Soundeffekte. Allem voran die ungelenken Raketen: Weder das Abfeuern, noch die Explosionen der Raketen klingen so wie sie sollten. Außerdem gibt es ein Soundproblem bei jedem Endgegner. Während in Probotector 1 euch ein Geräusch anzeigte, das ihr den Endgegner an seiner Schwachstelle getroffen habt, fehlt dieses Feature in Probotector 2 komplett. Bei manchen Endgegnern weiß man nicht worauf man schießen muss und bekommt dann durch die Soundkulisse keine Unterstützung. Das ist ziemlich frustrierend.

Ein weiterer strittiger Punkt ist das Gameplay. Um Slow-downs im Spiel zu verhindern wurde das Gameplay etwas verlangsamt (z.b. schießt die Standardwaffe langsamer als im Vorgängerspiel). Nun kann der ganze Bildschirm von Kugeln und Aliens erfüllt sein ohne, dass das Spiel langsamer wird. Dadurch ist es aber das langsamste Probotector Spiel das es gibt. Dieser Punkt macht das Spiel nicht schlechter, aber man muss sich definitiv erst einmal daran gewöhnen.


Bild




 

Probotector 2 - Screenshot - Der erste Endgegner
Der erste Endgegner
Probotector 2 - Screenshot - Die Top-Down Level sind wieder dabei
Die Top-Down Level sind wieder dabei
Probotector 2 - Screenshot - Einer der wenigen Zwischengegner
Einer der wenigen Zwischengegner
Probotector 2 - Screenshot - Level 3 wie wir es lieben
Level 3 wie wir es lieben


 

  GrafikBewertung9/10
  SoundBewertung5/10
  SteuerungBewertung8/10
  UmfangBewertung8/10
  SpielspassBewertung8/10


 

Trotz seiner offensichtlichen Schwächen zeigt Probotecor 2 was der gute alte Game Boy noch alles leisten kann. Hat man sich an das etwas langsamere Gameplay gewöhnt, kann man den Red Falcon auch unterwegs immer wieder bekämpfen. Besonders die verschiedenen Schwierigkeitsstufen garantieren einen hohen Replay Faktor.



Geschrieben von kaiikari

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