Super Castlevania IV
| Daten | |||
| Name: | Super Castlevania IV | Konsole: | Super Nintendo |
| Hersteller: | Konami | Sprache: | Englisch |
| Multiplayer: | --- | Speicherfunktion: | Passwörter |
| Release: | 1991 | Genre: | Action |
1691 - Transsylvanien: Wieder einmal bedroht der Meister alles Bösen die Welt. Von wem hier die Rede ist? Graf Dracula natürlich. Und es gibt, wie sollte es auch anders sein, einen Protagonisten der dem Blutsauger mit Peitsche, Äxten, Messern und anderem scharfen Gerät mal ordentlich eins auswischen will: Simon Belmont.
Nicht nur das die Story; Bösewicht taucht auf, Held kommt und rettet die Welt; auch schon damals ziemlich abgedroschen war, so ist Super Castlevania IV auch das fünf Jahre nach dem Original erschienene Remake vom 1986er Castlevania.
Ihr schlüpft in die Rolle des Simon Belmont, seines Zeichens Urenkel von Christopher Belmont, und hüpft und kämpft euch durch die 9 Level des Spiels.
Die Grafik ist recht hübsch anzusehen und die Settings sind stimmig. Gerade beim Abwechslungsreichtum der Grafiken wäre aber noch mehr drin gewesen. Besonderes Schmankerl des Spiels ist ein Level in welchem man durch eine rotierende Röhre läuft. Vor allem durch den Mode 7 glänzt dieses Level und macht auch sonst eine Menge Spaß.
Der Soundtrack des Spiels ist sehr abwechslungsreich und trägt positiv zum Gesamteindruck des Spiels bei.
Im Vergleich zu früheren Castlevania Spielen kann sich unser Held nun auch mit seiner Peitsche an bestimmten Punkten festhaken und so über Abgründe schwingen. Zum Thema Peitsche sei auch gleich gesagt, dass man diese in alle Richtung werfen kann und sie jetzt auch im Anschlag behalten kann um sie so auf kurze Distanz um sich herum zu schwingen. Zwar macht das weniger Schaden aber Projektile und einfache Gegner lassen sich so allemal abwehren. Eine weitere Neuerung der Steuerung ist, dass man sich geduckt fortbewegen kann.
Die letzte, auffallendste und wohl auch wichtigste Neuerung des Remakes ist, dass man seine Sprünge kontrollieren kann was ungemein nützlich ist, da man so nicht dauernd ungewollt in Abgründe springt.
Doch so viele Pluspunkte das Spiel hat, so viel Negatives hat es auch.
In Castlevania IV sieht man unzählige Male den Bildschirmtod.
Das Spiel fängt relativ zahm an und steigert sich sehr schnell zu einem echt schweren Spiel.
Fies ist, dass man bereits von Beginn alle 16 Lebenspunkte hat. Diese werden jedoch nicht mehr wobei die Gegner immer mehr abziehen und die oft unvermeidbaren Ein-Treffer-Tode stark zunehmen. So passiert es dann immer wieder, dass man von einem Gegner weggestoßen wird und so in den tödlichen Stacheln landet.
Und hier findet sich auch gleich ein weiteres Manko des Spiels: man wird von Gegnern weggestoßen. Was sich harmlos anhört führt im späteren Spielverlauf ohne weiteres zum Tod da man sich oft nur auf Plattformen bewegt, unter welchen nichts ist. Berührt man dann einen Gegner fällt man hinunter und darf den Levelabschnitt komplett neu spielen.
Was auch an den ständigen Bildschirmtoden leidet ist natürlich auch der Soundtrack. Zwar werden die Lieder nicht schlechter aber da es pro Level ein Lied gibt kann man diese eben auch irgendwann auswendig und ab dann wird es zum Nervtöter.
Castlevania ist ein gutes Spiel. Nicht mehr und nicht weniger.
Spieler die Zeit und Lust haben sich in ein Spiel zu verbeißen und sich nicht vom mehrmaligen Erblicken des Game Over Bildschirms abschrecken lassen, für die ist das Spiel genau das Richtige.

Ich fand das Spiel echt schwer (ja, wirklich!) und teilweise auch frustig aber irgendwie hatte ich am Ende das Gefühl: Jetzt kann ich stolz auf mich sein. Es lohnt sich, sich in das Spiel zu verbeißen auch wenn das Ende nicht umwerfend ist.
Geschrieben von the patient
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